Adolf Erbslöh

„Wirtsgarten Brannenburg“.

Details

Tavern Garden in Brannenburg. Oil on canvas. (C. 1911). C. 49 : 45.5 cm. Signed lower left, inscribed with the title on the stretcher. Framed.

Beschreibung

Nicht bei Wille.
Um 1911 entwickelte Erbslöh in seinen Werken eine größere Dichte: Die Formen, hier die Bäume und Blätterkronen, werden eng aneinander gedrängt. Der Bildaufbau wird jetzt systematisch strukturiert und erhält eine gewisse Strenge. Auch dieses Werk ist auf den klaren horizontalen und vertikalen Achsen des Grasstreifens und der Baumstämme aufgebaut. Zugleich wird seine Farbpalette dunkler, satter und tiefer. Erbslöh schreibt dazu 1931: „Das stärkste künstlerische Erlebnis bedeutet mir jedes Jahr von neuem unser herrlicher, ernster, dunkelleuchtender deutscher Sommer, mit der reichen Skala des verschiedensten Grün und den tiefen violetten und blauen Schatten.“ Genau dieses Farbenspiel hat der Künstler hier eingefangen. Dabei sind die dunklen Partien teils von gleißend hellen Farbstreifen durchzogen. So entsteht eine dramatische, fast unheimliche Waldlandschaft. – Sehr leichte Craquelébildung und sehr vereinzelt mit Retuschen, sonst in sehr gutem Originalzustand.
Ausstellung: Neue Künstlervereinigung München, II. Ausstellung, Turnus 1910/11, Kat.-Nr. 32, verso auf dem Rahmen mit dem Etikett.
Provenienz: Frau Marga Linzen, Madrid.