Details

The graveyard cat. Brush and India ink and wash on Japan. 1913. C. 40,5 : 52.5 cm. Signed and dated lower right. Framed.
Campendonk’s drawings in Indian ink, executed while the artist lived next to Franz Marc in Sindelsdorf in 1912 and 1913, play a decisive role in the development of his style. In works like the present one he experiments with cubist stylization and with subject matter which he would develop further in his paintings.

Beschreibung

Firmenich 409.
Die in den Jahren 1912 und 1913 entstandenen Tuschpinselzeichnungen spielen eine besondere Rolle im Werk des Künstlers. Hier setzt er sich intensiv mit der Formensprache des Kubismus auseinander und experimentiert mit Motiven, bevor er sie in seinen Ölgemälden verwendet. Das vorliegende Blatt entstand in der Zeit, in der der Künstler in der Nachbarschaft Franz Marcs in Sindelsdorf lebte. Die Katze gehört in diesen Jahren zu seinen bevorzugten Motiven. Ähnlich wie Marc erfasst auch Campendonk das Tier in kubistischer Stilisierung und lässt es so mit der ebenfalls prismenhaft facettierten Landschaft verschmelzen. Dennoch bleibt der eindringliche Blick der Katze der Angelpunkt der Komposition. Ihre hellen, runden Augen finden eine ironische Entsprechung in der Kirchturmuhr daneben. – Von der „Friedhofskatze“ existiert noch mindestens eine weitere Version. (Vgl. Karl & Faber, Auktion 169, Sammlung Prof. Alfred Caspari, 29.10.1985, Los Nr. 247). – In den Rändern leicht knittrigund mit kleinen Rissen bzw. einzelnen kleinen Papierverlusten.
Provenienz: Hauswedell & Nolte, Auktion 243, 11.6. 1982, Los Nr. 273; Sotheby’s London, 1.4. 1987, Los Nr. 367; Privatbesitz, USA.