6. Mai 2020

Solidarität zeigen mit der Sonderauktion „Made in Munich“ | 15. Mai 2020, 18 Uhr

PDF | Pressemitteilung Sonderauktion 903 „Made In Munich“
PDF | Fototindex zu Auktion 903 „Made in Munich“

KARL & FABER realisiert in Rekordzeit erstmals mit zehn Münchner Galerien und Kunstediteuren eine gemeinsame Real-Time-Online-Auktion

Am Freitag, 15. Mai, ab 18 Uhr versteigert KARL & FABER in der Real-Time-Online-Auktion „Made in Munich“ 80 Werke von zehn führenden Münchner Galerien und Kunstediteuren.

Zum Aufruf kommen bei „Made in Munich“ exquisite Grafik und Editionen – in München erdacht, verlegt und realisiert. Darunter Serigrafien von Rupprecht Geiger ab einer Taxe von € 500 bis zu Blättern wie Rasende Geduld von Günter Brus (Los 2052, Taxe: € 20.000/30.000).

Das Münchner Kunstauktionshaus KARL & FABER will mit dem Sonderformat in der aktuellen Situation Kräfte bündeln und München als Kunststandort in den Fokus rücken.

„Made in Munich“ – das klingt nach Qualität, vor allem in der Kunstszene. Denn unter diesem Titel fand 2008 im Münchner Haus der Kunst eine von Chris Dercon kuratierte Ausstellung statt, die zeitgenössische Editionen und Multiples zeigte: Druckgrafiken und Objekte wie fotografische Mappenwerke, Plattencover, Skulpturen oder Videos, Tonkassetten, Tapeten, Porzellan oder Miniaturkunstwerke wie Einladungskarten – allesamt in München von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart in herausragender Qualität produziert und editiert.

Inspiriert von dieser Ausstellung lädt nun KARL & FABER am Freitag, 15. Mai, ab 18 Uhr gemeinsam mit zehn Münchner Galerien und Kunstediteuren zur Sonderauktion „Made in Munich“ ein. Ein bisher einmaliges Projekt, das Dr. Julia Runde initiiert und in Rekordzeit mit ihrem Team und den Kooperationspartnern umgesetzt hat. „Indem wir unsere Kräfte bündeln, setzen wir in diesen herausfordernden Zeiten ein Zeichen des Zusammenhalts im Kunsthandel“, so die Leiterin Zeitgenössische Kunst bei KARL & FABER.

Als Reaktion auf die aktuelle Situation bietet KARL & FABER erstmalig eine Real-Time-Online-Auktion an. Dieses neue Auktionsformat, das als Livestream läuft, aber bei dem der Kunde sowohl schriftlich, als auch telefonisch oder online bieten kann, ist eine gute Ergänzung zu seinen bisherigen Saalauktionen und den Online-Only-Auktionen.

Zum Aufruf kommen in der kleinen, aber feinen Real-Time-Online-Auktion insgesamt 80 Werke, die in München erdacht, verlegt und realisiert wurden. Geradezu symbolisch für die aktuelle Lage ist Show Window (2012/2013, Los 2004R) von Christo: ein verhülltes Schaufenster – die Verheißungen unserer bisherigen konsumorientierten Welt hüllen sich vorübergehend in Schweigen. Das Multiple wurde von der Edition Schellmann in einer Auflage von 35 Exemplaren herausgegeben (Taxe: € 10.000/15.000).

Ein wahrer Schatz ist eine Folge von 16 Originalzeichnungen unter dem Titel Rasende Geduld (Los 2050). Günter Brus fertigte sie für das gleichnamige Buch an, das 1983 im Maximilian Verlag Sabine Knust erschienen ist (Schätzpreis: € 20.000/30.000).

Ein weiteres Highlight der Auktion ist das Mappenwerk Das Auge hört (Los 2047, Schätzpreis: € 10.000/12.000) mit zehn farbigen Lithografien von Günther Förg, das 1985 in der edition x des Verlags Gernot von Pape erschien. Es handelt sich um die allererste lithografische Serie Förgs. Die Blätter sind alle von Künstlerhand betitelt und signiert.

Asger Jorn zeigt mit seiner Holzschnitten-Mappe Euphorismen (1970, Los 2029) virtuos, dass klassische Drucktechniken auch in der zeitgenössischen Kunst ihre Gültigkeit haben. (Schätzpreis: € 8.000/12.000).

Ganz münchnerisch gibt sich Florian Süssmayr mit dem Thalkirchnerstraße Asbachstüberl (Los 2076). Der gewobene Wandbehang entstand 2020 auf Basis eines abfotografierten Gemäldes. Der Künstler spielt dabei mit der Überlagerung von Motiven und unterschiedlichen Medien (Schätzpreis: € 4.500/5.000).

Passend zur Jahreszeit ist das Titelbild zur Auktion 903: Springtime (1969, Los 2038) von Maria Lassnig. In der farbigen Serigrafie setzt die Künstlerin druckgrafisch um, was für sie als Ausdrucksform in den 1960er Jahren typisch wurde – body awareness: Für Empfindungen des Körpers eine malerische Ausdrucksform zu finden (Taxe: € 2.500/3.500).

Der Schweizer Bildhauer und Installationskünstler Thomas Hirschhorn ist mit zwei Multiples in der Sonderauktion vertreten: CNN (2002, Los 2020R), das anlässlich der documenta 11 herausgegeben wurde, und Musée Précaire Albinet (Lighter) (2004, Los 2073). Schätzpreis: € 4.000/5.000 und € 3.000/4.000.

Ein großes, farbstarkes, leuchtendes Rund ist die achtfarbige Serigrafie Gerundetes Rot (2005, Los 2000) mit Originalpigmenten von Rupprecht Geiger (Schätzpreis € 2.000/2.500). Der Münchner Architekt, Maler und Bildhauer ist bei der Sonderauktion mit insgesamt acht Werken vertreten.

Zwei Werke kommen von Troels Wörsel unter den Hammer: Piratenflaggen (1987, Los 2040R) ist eine Mappe mit zehn Lithografien auf Velin (Schätzpreis: € 3.000/4.000). Das Diptychon Scotchorange (1984, Los 2048R) besteht aus zwei Radierungen mit Aquatinta auf Velin (Schätzpreis: € 600/800).

An der Sonderauktion „Made in Munich“ sind neben KARL & FABER folgende zehn Münchner Galerien
und Kunstediteure beteiligt:
Archiv Geiger
Barbara Gross
Galerie Fred Jahn
Galerie Klüser
Knust Kunz Gallery Editions
Galerie von de Loo
Gernot von Pape Edition x
Edition Schellmann
Rüdiger Schöttle
Galerie Max Weber Six Friedrich

REAL-TIME-ONLINE-AUKTION
Made in Munich (Auktion 903: Zeitgenössische Kunst) / Sonderauktion (Real-Time-Online-Auktion)
Freitag, 15. Mai 2020, 18 Uhr
karlundfaber.de/kaufen/auktionen/made-in-munich

KATALOG
Der Onlinekatalog zur Sonderauktion 903 „Made in Munich“ ist ab sofort abrufbar unter: karlundfaber.de/produkt-kategorie/auktion/auktion-903/

VORSCHAU SAALAUKTIONEN
Auktion 295: Alte Meister & Kunst des 19. Jahrhunderts

Die Saalauktion findet mit entsprechenden Schutzvorkehrungen statt.
Neuer Termin: Dienstag, 16. Juni 2020, 11-ca. 16.30 Uhr bei KARL & FABER in München
Vorbesichtigung: Montag, 8. Juni bis Montag, 15. Juni 2020
Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr; Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr (mit entsprechenden Schutzvorkehrungen und nach Terminvereinbarung: Tel.: 089 22 18 65, info@karlundfaber.de)
KARL & FABER München, Amiraplatz 3, im Luitpoldblock, 4. Stock, 80333 München

Auktion 296: Moderne Kunst
Neuer Termin:
Mittwoch, 15. Juli 2020, bei KARL & FABER in München

Auktion 297: Zeitgenössische Kunst
Neuer Termin:
Donnerstag, 16. Juli 2020, 11-ca. 16.30 Uhr bei KARL & FABER in München

VORSCHAU ONLINE-AUKTIONEN
Auktion 803: Alte Meister & 19. Jahrhundert
(Online-Only-Auktion)
Mittwoch, 29. April, 10 Uhr – Sonntag, 10. Mai 2020, 18 Uhr

Auktion 904: Moderne Kunst & Zeitgenössische Kunst (Online-Only-Auktion)
Mittwoch, 10. Juni – Sonntag, 21. Juni 2020

KARL & FABER wurde 1923 in München gegründet und ist eines der größten Kunstauktionshäuser in Deutschland. Unter den Kunstauktionshäusern der D-A-CH-Region hat es sich seit 2010 mit am dynamischsten entwickelt. (Quelle: artnet) Das Haus hat sich auf Alte Meister, Kunst des 19. Jahrhunderts, Moderne Kunst und Zeitgenössische Kunst spezialisiert. Ein Schwerpunkt ist die Provenienzforschung. KARL & FABER hat seinen Sitz in München mit Niederlassungen in Hamburg und Düsseldorf sowie Repräsentanzen in Tegernsee, Basel, London, Italien, Österreich und in den USA. Am Hauptstandort führt KARL & FABER sechs Auktionen pro Jahr durch, die sich jeweils einem Schwerpunktthema widmen. Seit Frühjahr 2019 führt KARL & FABER auch Online-Only-Auktionen durch. Neben dem Auktionsgeschäft veranstaltet KARL & FABER regelmäßig Verkaufsausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Seit 2008 vergibt das Unternehmen gemeinsam mit der Stiftung der Kunstakademie München alle drei Jahre den KARL & FABER Kunstpreis. Das Haus engagiert sich zudem für den Münchner Kunststandort als Partner des Ausstellungsprojekts Various Others und seit 2017 als Förderer des experimentellen Kunstraums Loggia.

KONTAKT UND INTERVIEW-/BILDANFRAGEN
Dr. Anne-Cécile Foulon
Leiterin Kommunikation & Development
KARL & FABER Kunstauktionen GmbH
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Nicola Scheifele M.A.
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