14. September 2019

„Nichts“ gewinnt den Karl & Faber Kunstpreis 2019

Oma oder Ohne Titel? Schokostalin oder Goldene Legende? Am Ende kürte die Jury bei unserer Veranstaltung zum diesjährigen Karl & Faber Preis Nichts zum Sieger – einen Animationsfilm von Paul Valentin.

Das fast 25-minütige Video reflektiert in einer Art Fabel das Nichts. „Mittels einer technisch virtuosen wie höchst experimentellen künstlerischen Praxis überzeugt Valentin mit einer Kulturrevision von Platon bis Hollywood, die auf seinen weiteren künstlerischen Werdegang neugierig macht“, urteilen die drei Juror/innen Dr. Jana Baumann (Kuratorin, Haus der Kunst, München), Dr. Reinhard Spieler (Direktor Sprengel Museum Hannover) und Jan T. Wilms (Direktor Kunsthaus Kaufbeuren). „Mit Nichts schafft er einen radikalen Gegenentwurf zu unserer westlichen, kapitalistisch geprägten Konsumgesellschaft, die dazu neigt, Sehnsüchte und Leere zu kompensieren.“

Paul Valentin entwickelte seine Diplomarbeit von 2018 bis 2019 in siebenmonatiger Arbeit. Alles, was das im CGI-Verfahren erstellte Video zeigt, hat der Meisterschüler der Münchner Akademie der Bildenden Künste aus der Klasse von Professor Stephan Huber und Professorin Alexandra Bircken selbst geschaffen – von der Animation über die Häsin als Hauptfigur bis hin zum virtuellen Set- und Lichtdesign.

30 Künstler/innen der Akademie der Bildenden Künste München hatten auf Empfehlung ihrer Professor/innen 42 Arbeiten eingereicht, alle von hoher Qualität. Dr. Rupert Keim resümiert: „Ich war überrascht über den hohen Anspruch und die künstlerische Reife der eingereichten Arbeiten. Wir sehen uns bestätigt in unserer Entscheidung, die Stiftung Kunstakademie München zu unterstützen und den Karl & Faber Preis alle drei Jahre zu verleihen.“.

Die Werke der Nominierten werden bis zum 27. September 2019 in unseren Räumlichkeiten im Herzen Münchens zu sehen sein, täglich von 11 bis 18 Uhr. Der Preisträger kann zudem nächstes Jahr weitere Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Mit der begehrten Auszeichnung erhält er neben 2.000 Euro Preisgeld auch eine eigene Ausstellung in unseren Räumlichkeiten sowie einen Zuschuss von 3.000 Euro für den Ausstellungskatalog.