7. September 2018

Unsere Österreich Repräsentanz wächst

 

Im Jahr 2016 präsentierten wir österreichische Zeitgenossen erstmals als eigene Sparte, die sich schnell etablierte und erfolgreiche Verkaufsquoten erzielte. Spitzenpreise können auch nach unserer letzten Frühjahrsauktion verzeichnet werden: Günter Brus’ großformatige Zeichnung „An Mendelssohn Bartholdy, dem Menschen und dem Künstler “ verfünffachte den Schätzpreis auf € 100.000 und erzielte somit einen Weltrekordpreis für ein Einzelwerk des Künstlers. „Der Aufstieg“ von Alfons Walde, der 2016 das weltweit höchste Ergebnis bei € 760.000 erzielt hat, hält weiterhin den Weltrekord.

Aufgrund unseres Wachstums in diesem Bereich, freuen wir uns unsere Repräsentanz in Österreich erweitern zu können. Neben unserer Expertin für moderne und zeitgenössische Kunst Alexandra Ruth, die schon seit 2012 den österreichischen Markt betreut, wird nun auch Benedikt Graf Douglas als kompetenter Ansprechpartner für Sie da sein.

Zu unseren Expertentagen

 

Im Interview mit Graf Benedikt Douglas und Alexandra Ruth

EXPERTISE TRIFFT AUF LEIDENSCHAFT

Benedikt Douglas, wie und wann hat Ihre Leidenschaft für Kunst begonnen?
Benedikt Graf Douglas: Mein Interesse für Kunst hat schon im frühen Alter begonnen. Mein Onkel, der ebenfalls Kunsthistoriker war, hat meinen Bruder und mich immer wieder ins Kunsthistorische Museum in Wien begleitet. Bei diesen Besuchen durften wir uns immer jeweils ein Kunstwerk aussuchen, das uns daraufhin unser Onkel bis ins kleinste Detail erklärt hat. Danach haben wir das Museum meistens schon wieder verlassen. Diese kurzen Besuche haben mich sehr geprägt und mich schon sehr früh für die Kunstgeschichte begeistert.

Haben Sie eine Lieblingskunst, einen/e Lieblingskünstler/in?
Benedikt Graf Douglas: Ich habe mich schon immer mehr als Generalist als als Spezialist gesehen. Aus diesem Grund habe ich nicht wirklich eine Lieblingskunst oder einen Lieblingskünstler. Mich haben immer alle Epochen und Stile gleichermaßen interessiert. Durch meine Praktika im Auktionshaus Dorotheum und meine spätere Berufserfahrung bei Christie’s habe ich allerdings eine große Liebe für die Kunst und die Formensprache des Klassizismus entwickelt. Besonders die Möbel der josefinischen Zeit bewundere ich sehr.

Neben Ihrer neuen Position als Repräsentant für Karl & Faber haben Sie vor ein paar Jahren ein Unternehmen für Kunstversicherung gegründet. Wie lassen sich diese beiden Aufgaben kombinieren?
Benedikt Graf Douglas: Ich denke, dass beide Aufgaben voneinander profitieren werden. Als Kunstversicherer kenne ich den österreichischen sowie den internationalen Kunstmarkt sehr gut. Durch meine Arbeit habe ich eine Vielzahl an unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkten kennen lernen dürfen. Ich weiß um den hohen emotionalen Wert, den ein Kunstwerk für seinen Besitzer oder Käufer hat, der oftmals mit Geld nicht vergleichbar ist. Dank meiner zukünftigen Doppelaufgabe habe ich nun die Möglichkeit österreichische Sammler auf mehreren Ebenen beraten zu können.

Frau Ruth, Sie sind 2012 nach München gekommen, davor waren Sie als Expertin für ein Wiener Auktionshaus tätig. Vermissen Sie Ihre alte Heimat?
Alexandra Ruth: Ich liebe Wien und ich genieße es dort, aber auch in anderen Städten und Ecken Österreichs regelmäßig im Rahmen meiner Beratungsreisen sein zu können. Ich mag die österreichische Unkompliziertheit und schätze es sehr mit vielen meiner Kunden einen sehr persönlichen, freundschaftlichen Kontakt zu pflegen. Das schafft Vertrauen. Ein Kunde meinte mal vor Jahren zu mir, ich hätte die perfekte Mischung aus Seriosität, Kompetenz und Herzlichkeit. Ich hoffe dem immer noch gerecht zu werden. Aus geografischer und sprachlicher Sicht fühle ich mich als Salzburgerin in Bayern aber auch sehr wohl.

Wieso haben Sie sich entschieden, Ihre Repräsentanz zu erweitern? Was erhoffen Sie sich? Was sind Ihre Ziele?
Alexandra Ruth: Ich bin sehr froh, mit Benedikt einen so kompetenten Kollegen gewonnen zu haben. Gemeinsam möchten wir die Präsenz und Wahrnehmung von Karl & Faber in Österreich noch weiter ausbauen und stärken. Unsere Kunden schätzen uns als eine willkommene Alternative zu den heimischen Auktionshäusern, ohne jedoch auf eine persönliche Betreuung und Service vor Ort verzichten zu müssen. Wir konnten überzeugen, dass wir nicht nur deutsche und internationale Kunst mit Erfolg verkaufen, sondern, dass auch österreichische Kunst bei uns gut aufgehoben ist. Wir präsentieren und versteigern mittlerweile die österreichischen Zeitgenossen gesondert. Ich wünsche mir, dass sich dies auch im Bereich der modernen Kunst etabliert und wir natürlich weiterhin Höchstpreise erzielen.